In den modernen Wissens- und Informationsgesellschaften erhält Bildung einen immer größeren Stellenwert.
Das lebenslange Lernen ist zur Grundlage gesellschaftlicher Entwicklung geworden. Die Bedeutung von Bildung- und Kultureinrichtungen als Lernorte haben in Anbetracht dieser Bedeutung eine neue Relevanz erhalten. Dabei geht es nicht nur darum, Lernsettings didaktisch-methodisch zu gestalten, sondern auch darum, informelles Lernen auch räumlich zu unterstützen. Immer mehr Bildungs- und Kultureinrichtungen haben sich auf den Weg gemacht, Lernangebote auch räumlich neu zu präsentieren. Dabei steht häufig der physische Raum im Zentrum. Allerdings wird er noch zu selten als eine zentrale Dimension der Gestaltung von Lehr-/Lern-Settings gesehen.

Dieser Thematik hat sich das Learning-Research-Center im Rahmen einer Laboranordnung zugewandt. So wurden zum Beispiel im Rahmen des Projektes „LearnerLab“ flexible Rauminszenierungen für Lernen erforscht. Ausgangspunkt für die Forschungskooperation mit der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken aus Tauberbischofsheim war ein gemeinsam konzipiertes LearnerLab in der Hochschule der Medien Stuttgart, das von 2011 bis 2014 im Zentrum der Forschung stand.

Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Perspektiven ergibt sich ein verändertes Verständnis von Lernwelten, das einen ganzheitlichen Blick auf die verschiedenen Aspekte von Lernen, Lehren und Wissensgenerierung erfordert.

 

 

De Tweede Verdieping in Nieuwegein. (Bildquelle: Richard Stang)

Im Zusammenspiel mit institutionellen Rahmungen geht es darum, Lernoptionen entlang der Biographien von Lernern in den Blick zu nehmen und übergreifende Konzepte zu entwickeln.

Im Rahmen des Learning-Research-Centers, mit den Forschungsschwerpunkten „Lernwelten“  und „Mobile Learning“, “pädagogische und organisatorische Konzepte”  werden folgende Schwerpunkte in den Blick genommen: 

LearnerLab der HdM als Eventraum genutzt. (Bildquelle: Richard Stang)

Das Learning-Research-Center beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie physische Lernräume in Zukunft aussehen werden. Raumorganisation oder die organisatorische Strukturierung von Lernlandschaften – sei es im kommunalen Kontext oder im Kontext wissenschaftlicher Campusstrukturen – werden vor allem vor dem Hintergrund in den Blick genommen wie veränderte Gebäudekonzepte, Raumkonzepte, Möblierungskonzepte, Vernetzungsstrukturen usw. gestaltet werden können.
Die Gestaltung von Lernräumen erhält in Anbetracht verschiedener Lernzugänge und Lernmethoden eine immer größere Re­levanz bei Neu- und Umbauten in Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, Hochschulen und Bibliotheken.