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Die Zukunft der Lernwelt Hochschule

Die Zukunft der Lernwelt Hochschule

Forschungsprojekt untersucht Strukturen und entwickelt Szenarien

Diesen Fragen geht ein dreijähriges Forschungsprojekt zur konzeptionellen Gestaltung der Lernwelt Hochschule nach. Prof. Dr. Richard Stang vom Learning Research Center der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) leitet das Projekt „Lernwelt Hochschule“, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) realisiert wird. Gefördert wird dieses Projekt von der Dieter Schwarz Stiftung, die Vorhaben im Bereich Bildung und Wissenschaft unterstützt.

Ziel des Projekts ist es, eine Handreichung zu erstellen, die es Universitäten und Hochschulen ermöglicht, die jeweilige Lernwelt strategisch zu planen. Das Projekt untersucht zunächst die aktuelle Situation der Lernwelt Hochschule in Form von Befragungen und Experteninterviews sowie Fallstudien. Der Wandel vom „Lehren zum Lernen“ wird auch mit veränderten Organisationskonzepten verbunden sein: „In Zukunft wird entscheidend sein, die die Hochschule als ganzheitliche bzw. integrierte Lernwelt zu etablieren und nicht als segmentierte bzw. additive, wie es derzeit in den meisten Universitäten und Hochschulen in Deutschland der Fall ist.“, erläutert Prof. Stang die Zielrichtung des Forschungsprojekts.

http://www.dini.de
http://www.dieter-schwarz-stiftung.de

Projektteam
Prof. Dr. Richard Stang (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: stang@hdm-stuttgart.de
Alexandra Strahl (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: strahl@hdm-stuttgart.de
Aitana Gräbs Santiago (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: graebssantiago@hdm-stuttgart.de
Dr. Fabian Franke (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Kontakt: fabian.franke@uni-bamberg.de
Prof. Christine Gläser (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Kontakt: christine.glaeser@haw-hamburg.de
Hans-Dieter Weckmann (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V.), Kontakt: hd.weckmann@hhu.de

By | 2017-08-04T10:05:49+00:00 Februar 9th, 2017|Allgemein, ForAll, physische Lernräume, Uncategorized|0 Comments

Lernwelten im Wandel – Bildungsstrukturen neu denken

Publikation

Lernwelten im Wandel – Bildungsstrukturen neu denken

Die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern Bildung im Kontext des Lebenslangen Ler-nens neu zu denken. Während international die Grenzen zwischen den Bildungsbereichen immer fluider werden, wird in Deutschland Bildung noch weitgehend unter der Perspektive von traditionellen institutionellen Strukturen betrachtet. Im Band „Lernwelten im Wandel“ wird auf der Basis der Analyse des state of the art und der Entwicklung in den Bereichen Universitäten/Hochschulen, Bibliotheken, Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Bildungs-und Kulturzentren der Versuch unternommen, Anforderungen zu formulieren, wie zukünftige Lernwelten zu gestalten sind.

Der Pädagoge und Leiter des Learning Research Centers an der Hochschule der Medien Stuttgart, Prof. Dr. Richard Stang, entwirft einen Optionsraum Lebenslanges Lernen als „atmendes Bildungssystem“, das sich an individuellen Lern- und Bildungszugängen orientiert und flexible Übergänge ermöglicht. Er rückt die Lernenden in den Fokus seiner konzeptionellen Überlegungen und weniger die Institutionen. Zentrale Dimensionen der Veränderung sind für ihn:

• Vom Produkt zum Prozess
• Vom Lehren zum Lernen
• Vom Konsum zur Produktion
• Von der Lehrumgebung zur Lernumgebung
• Von der Addition zur Integration
Die Basis seiner Analyse liefert eine Auseinandersetzung mit den zentralen Begriffen Infor-mation, Wissen, Kompetenz, Lernen/Aneignung, Lehren/Vermittlung und Bildung. Dabei greift er die aktuellen Diskussionen auf und ordnet diese. Die Beschreibung der unterschied¬lichen Bildungsbereiche orientiert sich daran, jeweils deren Strukturen für die anderen Bil-dungsbereiche transparent zu machen. Damit legt er einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen dieser Bildungsbereiche vor.
Der Band liefert für alle, die in Bildungsinstitutionen, in Kommunal- und Hochschulverwaltun-gen sowie in der Politik in der Verantwortung stehen, Hinweise, wie die Zukunft von Bildung gestaltet werden könnte. Für Studierende liefert er Überblickswissen über die aktuelle Ent-wicklung sowie Trends im Bildungsbereich.

Richard Stang
Lernwelten im Wandel – Entwicklungen und Anforderungen bei der Gestaltung zukünftiger Lernumge-bungen
Berlin/Boston: Walter DeGruyter 2016, 243 S.

Der Flyer zum Download:
stang_lernwelten-im-wandelpdf-icon

Studierende der HdM gestalten school@LEARNTEC mit

HdM goes LEARNTEC

Studierende der HdM gestalten school@LEARNTEC mit

Die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen erfordern auch in der Schule Veränderungen. Doch wie können diese aussehen und umgesetzt werden. Studierende aus den Studiengängen „Bibliotheks- und Informationsmanagement“, „Informationsdesign“, „Online-Medien-Management“ und „Wirtschaftsinformatik und digitale Medien“ der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) haben sich darüber Gedanken gemacht. Gemeinsam mit den Professoren Dr. Richard Stang und Dr. Frank Thissen präsentieren sie ihre Ergebnisse im Panel „Innovationen: Kritisch denken – Probleme lösen“ des Bereichs school@LEARNTEC.

Dabei werden nicht nur in den drei Themenbereichen „Die Schule der Zukunft gestalten“ (Dienstag, 24.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr), „Lernraum Schule – Individualisierung statt Standardisierung“ (Mittwoch, 25.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr) und „Mobiles und interaktives Lernen“ (Donnerstag, 26.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr) neue Perspektiven eröffnet, sondern die Studierenden werden den Messegästen während der gesamten LEARNTEC als Innovationslotsen zur Verfügung stehen.

Zusammen mit der LEARNTEC, Jürgen Luga (L.A. Multimedia) und der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, mit deren Möbel der Bereich gestaltet ist, wurde für school@LEARNTEC ein innovatives Präsentationsformat entwickelt, das auf Flexibilität und Improvisation setzt. Der Bereich wird sich während der gesamten Messezeit in seinen Präsentationsarrangements und Möblierungskonzepten verändern, so dass die Messegäste einen Eindruck erhalten können, wie schnell und flexibel Settings für verschiedene didaktische Anforderungen verändert werden können.

Projektteam der HoM

Projektteam der Hochschule der Medien

Möchten Sie mehr über Innovationen im Schulbereich erfahren oder die Konzepte der Studierenden kennenlernen oder sich auf Experimente einlassen? Dann besuchen Sie den Bereich school@LEARNTEC.

Den Twitteraccount mit Vorabinformationen und einem Überblick während der Messe finden Sie unter: https://twitter.com/hdmgoeslearntec.

Projektteam: Raschied Abu-Zarur, Nadine Adler, Claudia Bergmann, Ricarda Boley, Daniela Mei-Li Burkett, Sueva Chabenat, Alena Dauth, Hannah Eberl, Angela Hotz, Christian Huttel, Berkan Kara, Ayca Kinik, Neriman Kocak, Burak Kologlu, Karina Lehmann, Vincent Lenk, Lisa Mahnke, Anja Mallow, Alexandra May, Mario Meier, Vasileios Oikonomou, Sophie Öktem, Kateryna Prib, Nicole Reum, Eva Schnitzler, Daniel Urmetzer, Maria Weber, Nina Wieczorek, Yunus Yücel

Der Flyer zum Download:
hdm-goes-learntecpdf-icon

Projektbericht zu Lernraum-Begriffskonzepten

 

Spachenübergreifendes Forschungsprojekt stellt Lernraumkonzepte und -begriffe gegenüber

von Stefan Volkmann

Unabhängig vom institutionellen oder sprachlichen Kontext fehlt dem wissenschaftlichen Lernortdiskurs in vielen Bereichen ein klares Vokabular (Volkmann & Stang, 2015). Um eine Grundlage für Lösungsansätze zu schaffen, wurde das breite Spektrum an Lernortbegriffen und -konzepten in einer Projektrecherche im englischen und deutschen Sprachraum untersucht.

Dabei zeigte sich, das eine Vielzahl der Begriffe einem ‚Angebot-Form‘ Schema unterliegen. Gestaltungstechnisch und didaktisch lässt sich also vieles aus den Begriffen selbst herauslesen – einzig über die organisatorische Dimension des Lernorts kann keine genaue Aussage gemacht werden. Durch ungleiche Nutzung ist die denotative Bedeutungsfeststellung der Begriffe nicht immer möglich.

Häufig werden sie aber sehr ähnlich behandelt und interpretiert, und das sprachen- und länderübergreifend. Andererseits wird bei vielen Begrifflichkeiten klar, dass es sich um einen Expertendiskurs und ein Fachvokabular handelt, die zur Öffentlichkeitswirksamkeit einen kundenverständlicheren Gegenbegriff benötigen.

Zur wissenschaftlichen Systematisierung der verschiedenen Lernort-Begriffe gibt diese explorative Studie einen Einblick in die konnotative Definitions- und Benutzungsvielfalt gängiger Bezeichnungen. Die Sprachen Englisch und Deutsch wurden dabei abgedeckt, und Begriffe, wie Arrangement / Setting ; Ort / Place ; Raum / Space ; Umgebung / Environment ; Landschaft Landscape ; Welt / World ; Punkt / Point ; Atelier ; Studio ; Lab & Labore ; Campus ; Makerspaces, Hackerspaces, Fablabs, Coworking ; Mediathek, Médiathèque ; Zentrum / Center ; Information Commons & Learning Commons ; Hubs & community hubs ; und Eigennamen bei Lernzentren. Ein umfassendes Literaturverzeichnis verweist auf prominente Anführungen und Deutungen der Begriffe in der Literatur.

 

Projektbericht Begriffskonzepte Lernwelten

By | 2017-08-04T10:05:49+00:00 Oktober 13th, 2015|Allgemein, Database, Uncategorized, Veröffentlichungen|0 Comments

Buchveröffentlichung: Raum für Bildung

Buchveröffentlichung

 

Raum für Bildung

Subjekte bewegen sich und handeln in räumlichen Kontexten und konstituieren in ihrem Handeln Räume. Dies gilt auch für das Lernen von Erwachsenen und das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung. Dennoch blieb der systematische Einbezug von Raumaspekten in die Erwachsenenbildungsforschung bisher eine Randerscheinung. Prof. Dr. Richard Stang hat als Herausgeber zusammen mit Christian Bernhard (Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung), Prof. Dr. Katrin Kraus (Fachhochschule Nordwestschweiz Pädagogische Hochschule) und Jun.-Prof. Dr. Silke Schreiber-Barsch (Universität Hamburg) mit dem Band „Erwachsenenbildung und Raum“ dieses Thema in den Fokus gerückt.

Der Band bündelt relevante Theoriediskurse, fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen und liefert theoretische Fundierungen. Die Auseinandersetzung mit der Kategorie Raum in der Erwachsenenbildung erfolgt im vorliegenden Band nicht nur im Hinblick auf den physischen Lernort, sondern auch bezogen auf den Sozialraum, den digitalen Raum und den regionalen Kontext. Durch die Verschränkung der verschiedenen Perspektiven gelingt es, den Raumdiskurs in der Erwachsenenbildung aufzunehmen, die Bedeutung der Raum-Thematik für die Praxis und den wissenschaftlichen Diskurs zu „vermessen“ sowie grundlegende Forschungs- und Entwicklungsbedarfe aufzuzeigen.

 

Christian Bernhard, Katrin Kraus, Silke Schreiber-Barsch, Richard Stang (Hrsg.): Erwachsenenbildung und Raum. Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: wbv 2015, 235 Seiten, 34,90 Euro