Anstehende Veranstaltungen

2017-08-18T16:37:57+00:00

Hochschule der Medien Stuttgart (HdM)
Fakultät Information und Kommunikation
Learning Research Center
Prof. Dr. Richard Stang

 

6.Tagung der Arbeitsgruppe Erwachsenenbildung und Raum

an der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM)

02. und 03. März 2018 

Call for Paper

Lernwelt(en) & Rauminszenierungen –

Gestaltung  räumlicher Arrangements für Lernen

Wer sich mit Räumen für Lernen beschäftigt, stößt permanent auf einen Widerspruch: Der Perspektivenwechsel vom Lehren zum Lernen, wie er für alle Bildungsbereiche derzeit prokla­miert wird, bildet sich in den Räumen von Bildungsinstitutionen nur sehr zögerlich ab. Benno Werlen nennt dies „time lag“ (Werlen 2004, 181). Einige Hochschulen und Schulen haben sich auf den Weg gemacht, hier Räume (z.B. Seminarräume, Lernzonen, Gebäude) neu zu denken, Bibliotheken entwickeln ein breites Spektrum von Lernräumen (z.B. Einzellern- und Gruppen­lernzonen), doch Erwachsenenbildungseinrichtungen sind Veränderungsprozesse der Lehr-/Lernraumorganisation kaum festzustellen.

Die zunehmende Sensibilität in der Pädagogik für den Raumdiskurs ist in den letzten Jahren (Sesink 2014, Bernhard et al. 2015, usw.) offensichtlich geworden. In der Erziehungswissen­schaft wurde in den 1990er Jahren im Nachgang zur Diskussion des sogenannten spatial turn in den Kultur- und Sozialwissenschaften die Raumthematik intensiver in den Blick genommen (Kraus et al. 2015, 11). Die Diskussion wurde vor allem von der Schulpädagogik aufgenom­men (Böhme 2009, 17). Mit Bezug auf interaktions- und handlungstheoretische Raumtheorien entsteht für Nugel „ein pädagogischer Raum erst durch die Aneignungspraxis der einzelnen Lernenden“ (Nugel 2014, 62). Auch für Löw konstituiert sich Raum erst „in der Wechselwir­kung zwischen Handeln und Strukturen“ (Löw 2012, 191). Dies bedeutet, dass die Konstitu­tion des pädagogischen Lernraums sowohl durch die Gestaltung, Möblierung und Raumorga­nisation definiert wird als auch durch das Agieren und (Sich-)Positionieren der Lernenden im Raum.

Doch nicht nur der pädagogisch gestaltete Lehr-/Lernraum kann zum Lernraum werden. Dies wird deutlich, wenn aus der Perspektive der Lernenden Orte und Schauplätze in den Blick genommen werden, wo Lernen stattfindet (Kraus 2015). Die Unterscheidung von pädago­gisch gestaltetem Lernort, selbstgestaltetem Lernort und zufälligem Lernort (Kraus 2015, 49) ist dabei hilfreich.

Diese Perspektive öffnet den Blick für Lernorte außerhalb von Bildungseinrichtungen, aller­dings auch für „Zwischenräume“ (Brandt/Bachmann 2014, 23–26) innerhalb von Bildungsein­richtungen, die nicht pädagogisch gestaltet sind bzw. keine Lernoptionen von der Konzeption her implizieren, aber als solche von den Lernenden genutzt werden. Vor diesem Hintergrund wird die Frage nach Raumkonzepten als Teil von Lernwelten weitaus komplexer als dies vor dem Hintergrund der pädagogischen Gestaltung der Fall wäre. Bezieht man noch weitere As­pekte mit ein, wie z.B. die Gestaltung von inklusiven Lernzugängen (Schreiber-Barsch 2016), wird die Bedeutung der Raumfrage im Kontext von Lernwelten noch offensichtlicher.

Neben die physischen (Lern-)Räume treten in immer stärkerem Maße die digitalen bzw. virtu­ellen (Lern-)Räume. Diese lassen sich ebenfalls in pädagogisch konnotierte und von Lernenden selbst zu solchen gemachte unterscheiden, was mit vielen Angeboten im Internet derzeit ge­schieht (Thissen 2017).

Die Frage, wie sich Veränderungsprozesse bei den Lernwelten in der Gestaltung bzw. Insze­nierung physischer bzw. digitaler Raumstrukturen abbilden und wie entsprechende For­schungszugänge gestaltet werden können, steht im Zentrum der 6. Tagung der AG Erwachsenenbildung und Raum mit dem Thema Lernwelt(en) & Rauminszenierungen –  Gestaltung räumlicher Arrangements für Lernen. Die Arbeitsgruppe „Erwachse­nenbildung und Raum“ ist ein offenes Forum, das sich seit 2012 kontinuierlich Fragen zu Raum und Raumtheorie in der Wissenschaft der Erwachsenen- und Weiterbildung widmet. Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Nach nun doch fünfjährigem Bestehen, der Ausrichtung einigen Tagungen und einer Publikation verzichten wir künftig auf den Zusatz ‚informell‘ und bezeichnen uns als Arbeitsgruppe Erwachsenenbildung und Raum

Für die Tagung werden Beiträge erwartet, die sich sowohl auf theoretischer als auch auf em­pirischer Ebene der Thematik zuwenden und sich auf pädagogisch gestaltete, selbstgestaltete und zufällige Lernorte beziehen. Folgende thematische Schwerpunktsetzungen sind für die Tagung vorgesehen:

Raum(an)ordnungen und Materialität

Raumgestaltung schafft Ordnung. Doch welches Ordnungsprinzip gilt in der Erwachsenenbil­dung? Schafft der Raum die Rahmung für didaktische Möglichkeiten oder bestimmt die Didak­tik die Rauminszenierung? Wer ordnet Lernräume? Welche strukturellen Prinzipien gelten in den gestalteten (An)Ordnungen? Wie werden die Lernräume eingerichtet (Möbel, Technik usw.) und angeeignet?

Schauplätze oder Orte der Erwachsenenbildung

Die Erwachsenenbildung scheint sich mit der räumlichen Inszenierung ihrer Angebote sowohl im physischen als auch im digitalen Bereich schwer zu tun. Ateliers in der kulturellen Bildung sowie die Nutzung ungewöhnlicher Orte bilden hier die Ausnahme. Wie gestalten professionell Lehrende sowie Planende in der Erwachsenen- und Weiterbildung räumliche Inszenierungen von Lehren und Lernen und wie könnten Zukunftsperspektiven aussehen?

Verortung der Lernwelt(en) für Erwachsene

Die Landschaft der Erwachsenenbildung ist vielfältig gestaltbar. Unter einer erweiterten räumlichen Perspektive auf das Lernen stellt sich generell die Frage, wo und wie Erwachsene lernen. Dabei treten immer mehr Akteurinnen und Akteure auf, wie z.B. Museen, Bibliotheken oder Restaurants, die jenseits der organisierten Erwachse­nenbildungslandschaft Lernen unterstützen. Wie gestaltet sich diese Landschaft? In welchem Verhältnis stehen sie zur institutionalisierten Erwachsenenbildung und professioneller Bildungsarbeit? Wie ist das Verhältnis von Lebenswelt und Lernen konzeptionell gedacht und gestaltet?

 
Rahmenprogramm

Im Rahmen der Tagung wird auch das Forschungslabor „Lernwelt“ sowie weitere Rauminsze­nierungen an der Hochschule der Medien vorgestellt.

 

Einreichung der Beiträge

Erbeten werden Beiträge, die kategorial und/oder empirisch an die genannten drei skizzierten Themenbereiche anknüpfen, gerne auch aus interdisziplinärer Perspektive, jedoch mit einem Bezug zur Erwachsenenbildung/Weiterbildung.

Für eine Teilnahme mit Beitrag gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Vortrag (offen für alle): 20-minütiger Vortrag. Bitte senden Sie uns ein Abstract von höchstens 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und ordnen Sie sich einem der genannten The­menbereiche zu.

b) Kommentar (insb. Promovierende): 5-minütiger Kommentar im Anschluss an einen der Vorträge. In diesem Kommentar laden wir Sie ein, auf das jeweilige Vortragsthema eine Refle­xion (z.B. in Form von Fragen) zu formulieren. Um eine Zuordnung zu den Vortragsthemen leisten zu können, senden Sie uns bitte eine Übersicht über Ihre bisherigen wissenschaftlichen Schwerpunkte (max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen) und ordnen Sie sich einem der genann­ten Themenbereiche zu.

Das Abstract (Kommentar oder Vortrag) senden Sie bitte bis zum 16.10.2017 per E-Mail als PDF-Datei an folgende Adresse: stang@hdm-stuttgart.de

Eine Rückmeldung über die Annahme eines Beitrages erfolgt bis Ende November 2017.

 

Veranstaltungsort und Zeiten

Die Veranstaltung findet vom 02. bis 03. März 2017 (Freitag/Samstag) an der Hochschule der Medien Stuttgart statt. Der genaue Veranstaltungsort und Zeiten werden demnächst bekannt gegeben. Weitere Informationen und regelmäßige Updates sind einzusehen unter:

http://learning-research.center/event/ebraum2018/

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Richard Stang, Christian Bernhard, Malte Ebner von Eschenbach, Katrin Kraus, Silke Schreiber-Barsch

Kontakt

Prof. Dr. Richard Stang

Hochschule der Medien Stuttgart
University of Applied Sciences
Fakultät Information und Kommunikation
Nobelstraße 10
70569 Stuttgart
stang@hdm-stuttgart.de
www.hdm-stuttgart.de
www.learning-research.center

Literatur

Bernhard, C., Kraus, K, Schreiber-Barsch, S., Stang, R. (Hrsg.) (2015): Erwachsenenbildung und Raum: Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: W. Bertels­mann.

Böhme, J. (2012): Schulräumliche Ordnungsparameter der Disziplinierung. Perspektiven einer Pädagogi­schen Morphologie. In: H. Schröteler-von Brandt; T. Coelen; A. Zeising; A. Zische (Hrsg.): Raum für Bil­dung. Ästhetik und Architektur von Lern- und Lebensorten. Bielefeld: transcript, 219–231.

Brandt, S.; Bachmann, G. (2014): Auf dem Weg zum Campus von morgen. In: K. Rummler (Hrsg.): Lernräume gestalten. Bildungskontexte vielfältig denken. Münster; New York: Waxmann, 15–28.

Kraus, K. (2015): Orte des Lernens als temporäre Konstellationen. Ein Beitrag zur Diskussion des Lern-ortkonzepts. In C. Bernhard, K. Kraus, S. Schreiber-Barsch, R. Stang (Hrsg.): Erwachsenenbildung und Raum: Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: W. Bertelsmann, 41–53.

Kraus, K, Schreiber-Barsch, S., Stang, R., Bernhard, C. (2015): Erwachsenenbildung und Raum. Eine Einleitung. In: C. Bernhard, K. Kraus, S. Schreiber-Barsch, R. Stang (Hrsg.): Erwachsenenbildung und Raum: Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: W. Bertelsmann, 11–23.

Löw, M. (2012): Raumsoziologie. 7. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Nugel, M. (2015): Sich entwerfen in, mit und durch Raum. Bildungstheoretische Überlegungen zur Ar­chitektur der Erwachsenenbildung. In: C. Bernhard; K. Kraus; S. Schreiber-Barsch; R. Stang (Hrsg.): Er­wachsenenbildung und Raum. Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: W. Bertelsmann, 55–65.

Schreiber-Barsch, S. (2016): Ist Dabei-sein alles? Inklusive Lernorte der Erwachsenenbildung und die Dialektik von Zugang und Barrieren. In: K. Dollhausen; S. Muders (Hrsg.), Diversität und Lebenslanges Lernen. Aufgaben für die organisierte Weiterbildung. Bielefeld: W. Bertelsmann, 217–229.

Sesink, W. (2014): Überlegungen zur Pädagogik als einer einräumenden Praxis. In: K. Rummler (Hrsg.): Lernräume gestalten. Bildungskontexte vielfältig denken. Münster; New York: Waxmann, 29–43.

Thissen, F. (Hrsg.) (2017): Lernen in virtuellen Räumen. Perspektiven des Mobilen Lernens. Berlin; Boston: DeGruyter.

Werlen, B. (2004). Sozialgeographie. Bern; Stuttgart; Wien: UTB Haupt.

 

Ab Oktober wird hier das Tagungsprogramm einzusehen sein. Bis dahin müssen wir Sie um etwas Geduld bitten. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Hier werden Infos zum Veranstaltungsort und Anreise zu finden sein – Link zur Bahn, VVS, Google Map.

Hier werden räumlich nah gelegene Hotels vorgestellt werden.

Hier können Sie Ihren Beitrag direkt senden:

Hier können Sie den Call als PDF downloaden:

EB_Raum_2018

Forschung zum mobilen Lernen im Innovation Lab 2017-08-19T15:30:50+00:00

Forschung zum mobilen Lernen im Innovation Lab

Die Veränderungen durch die Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche im 21. Jahrhundert stellen neue Herausforderungen und Anforderungen an Schulen. So gilt es, die für das 21. Jahrhundert notwendigen Kompetenzen – die sogenannten 21st Century Skills – als zentral zu erwerbende Kompetenzen in den Unterricht zu integrieren, zum anderen die Schüler auf die sich rapide verändernden Situationen von Lebenswelten angemessen vorzubereiten. Gleichzeitig sollen Schülerinnen und Schüler, in einer sich stetig verändernden Welt, Initiative und Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen. Dazu müssen Informations- und Medienkompetenzen in der Schule ebenso erworben werden, wie Kompetenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit, zur Kommunikation und Auseinandersetzung mit komplexen interdisziplinären Aufgabenstellungen, aber auch Entrepreneurship und Empathie gilt es zu entwickeln.

Dies alles lässt sich mit den traditionellen Konzepten von Schule des Industriezeitalters nicht mehr bewerkstelligen und erfordert ein Neudenken von Schule als lernende Organisation, von Unterricht als einem Experimentallabor im Sinne des »Design Thinking«, von Methoden und von Lernräumen, sowohl physisch als auch virtuell.

Wie sollte Schule und Lernen sich vor diesem Hintergrund verändern?

Schule und Unterricht werden sich in den kommenden Jahren, auch durch den digitalen Wandel, stark verändern. Offene Lernszenarien und Selbstlernphasen in denen Schülerinnen und Schüler möglichst eigenverantwortlich lernen und arbeiten kommen dabei immer häufiger neben traditionellen Lehr- und Lernformen zum Einsatz. In dieser »neuen Lernkultur« verändert sich auch die Rolle der Lehrkräfte. Sie werden von Wissensvermittlern zunehmend zu Lernbegleitern, die Lernräume und Lernszenarien schaffen, sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Individualisierung ermöglichen. Dabei spielt vor allem das kooperative und kollaborative Lernen eine große Rolle.

Digitale Medien können an dieser Stelle ein Schlüssel sein, diese Lernszenarien entscheidend und schülerzentriert zu unterstützen.

Welche Aufgaben übernimmt das Innovation-Lab in diesem Prozess?

Das Projekt soll neue, innovative Lernszenerien für das projektorientierte, nachhaltige und schüleraktivierende Lernen mit mobilen Gerätenentwickeln, bei denen auch der physische Lernraum neu gedacht wird. Die zu entwickelnden Szenarien, die in Kooperation mit der Hochschule der Medien definiert werden, sollen in zwei Lernräumen (Raum im Schulgebäude und Pavillon im Außenbereich der Schule) mit Schülerinnen und Schülern der Ernst Reuter Schule in Karlsruhe, Lehrkräften, Studierenden und Experten gemeinsam entwickelt, erprobt und evaluiert werden, um daraus weiterführende Lernszenerien zu generieren. Die Ergebnisse sollen publiziert und sowohl Schulen als auch der wissenschaftlichen Fachwelt zur Verfügung gestellt werden. Dabei soll das Konzept des »Design Based Research«-Ansatzes zum Einsatz kommen.

Zur Web Site des Innovation Labs

Die Zukunft der Lernwelt Hochschule 2017-08-19T14:55:42+00:00
Die Zukunft der Lernwelt Hochschule

Forschungsprojekt untersucht Strukturen und entwickelt Szenarien

Diesen Fragen geht ein dreijähriges Forschungsprojekt zur konzeptionellen Gestaltung der Lernwelt Hochschule nach. Prof. Dr. Richard Stang vom Learning Research Center der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) leitet das Projekt „Lernwelt Hochschule“, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) realisiert wird. Gefördert wird dieses Projekt von der Dieter Schwarz Stiftung, die Vorhaben im Bereich Bildung und Wissenschaft unterstützt.

Ziel des Projekts ist es, eine Handreichung zu erstellen, die es Universitäten und Hochschulen ermöglicht, die jeweilige Lernwelt strategisch zu planen. Das Projekt untersucht zunächst die aktuelle Situation der Lernwelt Hochschule in Form von Befragungen und Experteninterviews sowie Fallstudien. Der Wandel vom „Lehren zum Lernen“ wird auch mit veränderten Organisationskonzepten verbunden sein: „In Zukunft wird entscheidend sein, die die Hochschule als ganzheitliche bzw. integrierte Lernwelt zu etablieren und nicht als segmentierte bzw. additive, wie es derzeit in den meisten Universitäten und Hochschulen in Deutschland der Fall ist.“, erläutert Prof. Stang die Zielrichtung des Forschungsprojekts.

http://www.dini.de
http://www.dieter-schwarz-stiftung.de

Projektteam
Prof. Dr. Richard Stang (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: stang@hdm-stuttgart.de
Alexandra Strahl (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: strahl@hdm-stuttgart.de
Aitana Gräbs Santiago (Hochschule der Medien Stuttgart), Kontakt: graebssantiago@hdm-stuttgart.de
Dr. Fabian Franke (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Kontakt: fabian.franke@uni-bamberg.de
Prof. Christine Gläser (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Kontakt: christine.glaeser@haw-hamburg.de
Hans-Dieter Weckmann (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V.), Kontakt: hd.weckmann@hhu.de

Lernwelten im Wandel – Bildungsstrukturen neu denken 2017-08-19T14:55:56+00:00

Publikation

Lernwelten im Wandel – Bildungsstrukturen neu denken

 

Die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern Bildung im Kontext des Lebenslangen Ler-nens neu zu denken. Während international die Grenzen zwischen den Bildungsbereichen immer fluider werden, wird in Deutschland Bildung noch weitgehend unter der Perspektive von traditionellen institutionellen Strukturen betrachtet. Im Band „Lernwelten im Wandel“ wird auf der Basis der Analyse des state of the art und der Entwicklung in den Bereichen Universitäten/Hochschulen, Bibliotheken, Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Bildungs-und Kulturzentren der Versuch unternommen, Anforderungen zu formulieren, wie zukünftige Lernwelten zu gestalten sind.

Der Pädagoge und Leiter des Learning Research Centers an der Hochschule der Medien Stuttgart, Prof. Dr. Richard Stang, entwirft einen Optionsraum Lebenslanges Lernen als „atmendes Bildungssystem“, das sich an individuellen Lern- und Bildungszugängen orientiert und flexible Übergänge ermöglicht. Er rückt die Lernenden in den Fokus seiner konzeptionellen Überlegungen und weniger die Institutionen. Zentrale Dimensionen der Veränderung sind für ihn:

• Vom Produkt zum Prozess
• Vom Lehren zum Lernen
• Vom Konsum zur Produktion
• Von der Lehrumgebung zur Lernumgebung
• Von der Addition zur Integration

Die Basis seiner Analyse liefert eine Auseinandersetzung mit den zentralen Begriffen Infor-mation, Wissen, Kompetenz, Lernen/Aneignung, Lehren/Vermittlung und Bildung. Dabei greift er die aktuellen Diskussionen auf und ordnet diese. Die Beschreibung der unterschied¬lichen Bildungsbereiche orientiert sich daran, jeweils deren Strukturen für die anderen Bil-dungsbereiche transparent zu machen. Damit legt er einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen dieser Bildungsbereiche vor.
Der Band liefert für alle, die in Bildungsinstitutionen, in Kommunal- und Hochschulverwaltun-gen sowie in der Politik in der Verantwortung stehen, Hinweise, wie die Zukunft von Bildung gestaltet werden könnte. Für Studierende liefert er Überblickswissen über die aktuelle Ent-wicklung sowie Trends im Bildungsbereich.

Richard Stang
Lernwelten im Wandel – Entwicklungen und Anforderungen bei der Gestaltung zukünftiger Lernumge-bungen
Berlin/Boston: Walter DeGruyter 2016, 243 S.

Der Flyer zum Download:
stang_lernwelten-im-wandelpdf-icon

Studierende der HdM gestalten school@LEARNTEC mit 2017-08-19T14:56:08+00:00
HdM goes LEARNTEC

Studierende der HdM gestalten school@LEARNTEC mit

 

Die gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen erfordern auch in der Schule Veränderungen. Doch wie können diese aussehen und umgesetzt werden. Studierende aus den Studiengängen „Bibliotheks- und Informationsmanagement“, „Informationsdesign“, „Online-Medien-Management“ und „Wirtschaftsinformatik und digitale Medien“ der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) haben sich darüber Gedanken gemacht. Gemeinsam mit den Professoren Dr. Richard Stang und Dr. Frank Thissen präsentieren sie ihre Ergebnisse im Panel „Innovationen: Kritisch denken – Probleme lösen“ des Bereichs school@LEARNTEC.

Dabei werden nicht nur in den drei Themenbereichen „Die Schule der Zukunft gestalten“ (Dienstag, 24.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr), „Lernraum Schule – Individualisierung statt Standardisierung“ (Mittwoch, 25.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr) und „Mobiles und interaktives Lernen“ (Donnerstag, 26.01.2017, 14.00 – 17.00 Uhr) neue Perspektiven eröffnet, sondern die Studierenden werden den Messegästen während der gesamten LEARNTEC als Innovationslotsen zur Verfügung stehen.

 

Zusammen mit der LEARNTEC, Jürgen Luga (L.A. Multimedia) und der Firma VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, mit deren Möbel der Bereich gestaltet ist, wurde für school@LEARNTEC ein innovatives Präsentationsformat entwickelt, das auf Flexibilität und Improvisation setzt. Der Bereich wird sich während der gesamten Messezeit in seinen Präsentationsarrangements und Möblierungskonzepten verändern, so dass die Messegäste einen Eindruck erhalten können, wie schnell und flexibel Settings für verschiedene didaktische Anforderungen verändert werden können.

Projektteam der HoM

Projektteam der Hochschule der Medien

 

Möchten Sie mehr über Innovationen im Schulbereich erfahren oder die Konzepte der Studierenden kennenlernen oder sich auf Experimente einlassen? Dann besuchen Sie den Bereich school@LEARNTEC.

Den Twitteraccount mit Vorabinformationen und einem Überblick während der Messe finden Sie unter: https://twitter.com/hdmgoeslearntec.

Projektteam: Raschied Abu-Zarur, Nadine Adler, Claudia Bergmann, Ricarda Boley, Daniela Mei-Li Burkett, Sueva Chabenat, Alena Dauth, Hannah Eberl, Angela Hotz, Christian Huttel, Berkan Kara, Ayca Kinik, Neriman Kocak, Burak Kologlu, Karina Lehmann, Vincent Lenk, Lisa Mahnke, Anja Mallow, Alexandra May, Mario Meier, Vasileios Oikonomou, Sophie Öktem, Kateryna Prib, Nicole Reum, Eva Schnitzler, Daniel Urmetzer, Maria Weber, Nina Wieczorek, Yunus Yücel

Der Flyer zum Download:
hdm-goes-learntecpdf-icon[

The Science of Effective Learning Spaces 2016-11-18T16:08:35+00:00

edutopia.org ist eine Stiftung von George Lucas, die sich mit der Zukunft von Schule, Didaktik und Lernräumen beschäftigt.
Am 14. Oktober 16 erschien dort ein interessanter Artikel über den Einfluß von Licht und Anordnung der Sitzelemente auf die Lernerfolge der Schüler.
The Science of Effective Learning Spaces

euroregionale Konferenz rund um das Thema Stadt und Region 2017-08-18T14:12:29+00:00

Die NKS EPALE Deutschland lädt zusammen mit den Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ein zur Konferenz „Erwachsenenbildung in Stadt und Region“ in Aachen am 8./9. September 2016. Sie knüpft damit an die wiederauflebende Diskussion um Lernende Städte und Lernende Regionen und Lernen vor Ort an und versucht, diese Diskussion aus der politischen Perspektive zu lösen, indem sie stärker die Sicht der Organisationen und Professionellen auf „ihre Stadt“ und „ihre Region“ ins Spiel bringt. Ebenso wird sie einen starken Erwachsenenbildungsblick einnehmen und die Diskussion um Stadt und Region europäisch ausrollen.

Die Konferenz wird in englischer Sprache stattfinden und fordert aktiv dazu auf eigene Projekte in Workshops oder am Projektemarkt zu präsentieren.

 

Die Ausschreibung finden Sie hier.

 

Projektbericht zu Lernraum-Begriffskonzepten 2017-08-19T11:39:11+00:00

Spachenübergreifendes Forschungsprojekt stellt Lernraumkonzepte und -begriffe gegenüber

von Stefan Volkmann

 

Unabhängig vom institutionellen oder sprachlichen Kontext fehlt dem wissenschaftlichen Lernortdiskurs in vielen Bereichen ein klares Vokabular (Volkmann & Stang, 2015). Um eine Grundlage für Lösungsansätze zu schaffen, wurde das breite Spektrum an Lernortbegriffen und -konzepten in einer Projektrecherche im englischen und deutschen Sprachraum untersucht.

Dabei zeigte sich, das eine Vielzahl der Begriffe einem ‚Angebot-Form‘ Schema unterliegen. Gestaltungstechnisch und didaktisch lässt sich also vieles aus den Begriffen selbst herauslesen – einzig über die organisatorische Dimension des Lernorts kann keine genaue Aussage gemacht werden. Durch ungleiche Nutzung ist die denotative Bedeutungsfeststellung der Begriffe nicht immer möglich.

Häufig werden sie aber sehr ähnlich behandelt und interpretiert, und das sprachen- und länderübergreifend. Andererseits wird bei vielen Begrifflichkeiten klar, dass es sich um einen Expertendiskurs und ein Fachvokabular handelt, die zur Öffentlichkeitswirksamkeit einen kundenverständlicheren Gegenbegriff benötigen.

Zur wissenschaftlichen Systematisierung der verschiedenen Lernort-Begriffe gibt diese explorative Studie einen Einblick in die konnotative Definitions- und Benutzungsvielfalt gängiger Bezeichnungen. Die Sprachen Englisch und Deutsch wurden dabei abgedeckt, und Begriffe, wie Arrangement / Setting ; Ort / Place ; Raum / Space ; Umgebung / Environment ; Landschaft Landscape ; Welt / World ; Punkt / Point ; Atelier ; Studio ; Lab & Labore ; Campus ; Makerspaces, Hackerspaces, Fablabs, Coworking ; Mediathek, Médiathèque ; Zentrum / Center ; Information Commons & Learning Commons ; Hubs & community hubs ; und Eigennamen bei Lernzentren. Ein umfassendes Literaturverzeichnis verweist auf prominente Anführungen und Deutungen der Begriffe in der Literatur.

 

Projektbericht Begriffskonzepte Lernwelten

 

Buchveröffentlichung: Raum für Bildung 2017-08-04T10:05:49+00:00
Buchveröffentlichung

 

Raum für Bildung

Subjekte bewegen sich und handeln in räumlichen Kontexten und konstituieren in ihrem Handeln Räume. Dies gilt auch für das Lernen von Erwachsenen und das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung. Dennoch blieb der systematische Einbezug von Raumaspekten in die Erwachsenenbildungsforschung bisher eine Randerscheinung. Prof. Dr. Richard Stang hat als Herausgeber zusammen mit Christian Bernhard (Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung), Prof. Dr. Katrin Kraus (Fachhochschule Nordwestschweiz Pädagogische Hochschule) und Jun.-Prof. Dr. Silke Schreiber-Barsch (Universität Hamburg) mit dem Band „Erwachsenenbildung und Raum“ dieses Thema in den Fokus gerückt.

Der Band bündelt relevante Theoriediskurse, fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen und liefert theoretische Fundierungen. Die Auseinandersetzung mit der Kategorie Raum in der Erwachsenenbildung erfolgt im vorliegenden Band nicht nur im Hinblick auf den physischen Lernort, sondern auch bezogen auf den Sozialraum, den digitalen Raum und den regionalen Kontext. Durch die Verschränkung der verschiedenen Perspektiven gelingt es, den Raumdiskurs in der Erwachsenenbildung aufzunehmen, die Bedeutung der Raum-Thematik für die Praxis und den wissenschaftlichen Diskurs zu „vermessen“ sowie grundlegende Forschungs- und Entwicklungsbedarfe aufzuzeigen.

 

Christian Bernhard, Katrin Kraus, Silke Schreiber-Barsch, Richard Stang (Hrsg.): Erwachsenenbildung und Raum. Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: wbv 2015, 235 Seiten, 34,90 Euro

Perspektiven für Bildung 2017-08-19T11:43:31+00:00

Fachtagung „Bildungswege gestalten“ am 12. und 13. November 2015 in Nürnberg

 

Vom 12. bis 13. November 2015 wird Nürnberg zum Treffpunkt für kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Expertinnen und Experten der Weiterbildung und des Bibliothekswesens aus ganz Deutschland. Auf der Fachtagung „Bildungswege gestalten – Neue Wege der Vernetzung in der kommunalen Bildungslandschaft “ werden neue Wege der Vernetzung in der kommunalen Bildungslandschaft vorgestellt und diskutiert.

Steht der lernende Mensch und damit die Bildungsbiographie der Bürgerinnen und Bürger im Fokus, ist ein Perspektivenwechsel nötig: Es ist die Aufgabe der Institutionen, intensiver, systematischer und zielgerichteter zu kooperieren. Für die Stadt bedeutet das, sich als kommunale Bildungslandschaft zu begreifen, bei der sich die Angebote vor Ort als Teil eines Systems zur Unterstützung des lernenden Menschen sehen. Die Fachtagung thematisiert den Zusammenhang von lebenslangem Lernen, der Vielzahl von Lernorten und deren wirksamer Vernetzung.

 

Namhafte Referentinnen und Referenten aus der Wissenschaft stellen dazu aktuelle Forschungsergebnisse vor, Fachleute aus der Praxis berichten über konkrete Modelle der Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Städten.

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum werden zur zweitägigen Fachtagung erwartet, die vom Bildungscampus der Stadt Nürnberg in Kooperation mit der Hochschule der Medien, Stuttgart (www.hdm-stuttgart.de; www.learning-research.center) und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, (www.die-bonn.de) ausgerichtet wird. Das gesamte Programm sowie das Anmeldeformular stehen unter www.bz.nuernberg.de zur Verfügung